Bergedorfer Mühle Chrysanderstr. 52
Die Bergedorfer Mühle wurde 1831 als Lohmühle von
dem Gerber Heinrich Martin Biel erbaut. Die ge-
mahlene Eichenrinde wurde mit einem Kahn auf der
Bille zur Gerberei transportiert. Dies erklärt den
Standort der Mühle, der, was den Wind betrifft, nicht
optimal ist. 1880 erfolgte der Umbau in einer Korn-
windmühle mit drei Mahlgängen. In den folgenden
Jahrzehnten wurde die Mühle immer wieder den
technischen Neuerungen angepasst. So stehen ihr
neben dem Windantrieb ein Dieselmotor von 1926
und ein Elektromotor von 1943 zur Verfügung. Alle
drei Antriebe können nebeneinander betrieben
werden. Diese Besonderheit macht die Mühle,


die nach dem Ende des Betriebs nicht verändert
wurde, zu einem einzigartigen technischen Denk-
mal. 1942 wurde die Bergedorfer Mühle in die
Hamburger Denkmalliste eingetragen. Bis 1967
wurde die Mühle weiter betrieben.

Die STIFTUNG DENKMALPFLEGE hat die Berge-
dorfer Mühle im Jahre 2003 erworben und wird sie
dem Verein "Bergedorfer Mühle e. V.", der die Mühle
seit 1995 betreut zur Verfügung stellen. Der Verein
plant die Mühle umfassend zu restaurieren und als
technisches Baudenkmal zu bewahren.