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Welterbe

Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona

Experten des Internationalen Rates für Denkmalpflege (ICOMOS International) empfehlen einen länderübergreifenden Welterbe-Antrag sephardischer Friedhöfe. Hamburg zieht aus diesem Grund seinen aktuellen Antrag für den Jüdischen Friedhof Altona bei der UNESCO zurück.

Das ICOMOS-Gremium würdigte sowohl die Idee einer Nominierung, die sich auf kulturelle jüdische Ausdrucksformen konzentriert, als auch die sehr frühen Bemühungen um die Bewahrung dieses wichtigen jüdischen Erbes in Hamburg. Es ist jedoch zu der Überzeugung gelangt, dass die Bedeutung der Diaspora für die Entwicklung der portugiesisch-sephardischen Kultur nicht in der Nominierung einer einzigen Stätte und nicht allein in der Grabmalkunst widergespiegelt werden könne. Eine transnationale Bewerbung, wie von der UNESCO vorgeschlagen, könnte frühestens 2025 erfolgen. Dankbare Partner wären die Niederlande mit Curaçao, Surinam und Barbados mit ihrem sephardischen Erbe. Hamburg wäre für eine gemeinsame Bewerbung gut gerüstet und hat in den letzten Jahren viel für die Erforschung dieses herausragenden Zeugnisses der Historie unserer Stadt und die Kultur des sephardischen Judentums geleistet.

Der Hamburger Senat hatte am 18.10.2016 beschlossen, im Dezember die Antragsunterlagen für die Nominierung des Jüdischen Friedhofs Hamburg-Altona für die Eintragung in die Liste des UNESCO-Welterbes einzureichen. Im Laufe des Jahres 2017 erfolgte dann im Auftrag der UNESCO die Prüfung des „außergewöhnlichen universellen Wertes“ durch Experten von ICOMOS International. Der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona ist einer der ältesten portugiesisch-sephardischen Friedhöfe der Welt und gilt als weltweit wichtiges kulturelles Zeugnis sephardischer Geschichte.
Kulturstaatsrat Carsten Brosda: „Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona ist ein herausragendes Zeugnis der Historie unserer Stadt und steht in besonderer Weise für die Kultur des sephardischen Judentums. Die gut erhaltenen Grabsteine erzählen uns in eindrücklicher Weise die Geschichte der sephardischen Juden, die im Mittelalter und der frühen Neuzeit von Flucht und Vertreibung gekennzeichnet war. Es ist unser fester Wille, diese Geschichte lebendig zu halten. Die Eintragung in die UNESCO-Welterbeliste würde die internationale Bedeutung der portugiesisch-sephardischen Kultur unterstreichen und helfen, diesen besonderen Ort für zukünftige Generationen in seiner Einzigartigkeit zu bewahren.“
Ein Fachbeirat der Kultusministerkonferenz hatte bereits empfohlen, den jüdischen Friedhof Hamburg-Altona in die deutsche Tentativliste aufzunehmen und somit die Bewerbung als UNESCO-Welterbe zu ermöglichen. Der Fachbeirat bewertete den Friedhof als bedeutsames Beispiel sephardischer Grabmalkunst und bezeichnete ihn als einzigartiges kunst- und kulturhistorisches Dokument.

Im Jahre 2007 wurde der Jüdische Friedhof nach umfangreichen Archivierungs- und Restaurierungsarbeiten erstmals wieder geöffnet. Im selben Jahr wurde von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg das Eduard Duckesz-Haus erbaut und als Besucherzentrum und Seminargebäude eröffnet. Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg verwaltet den Friedhof und sorgt für regelmäßige Öffnungszeiten sowie qualifizierte Führungen.

Empfehlungen an die Kultusministerkonferenz zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste

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Kurzfassung des Textes für die Tentativliste (Tentative list submission format)

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Tentative list submission format

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Hamburg zieht Welterbeantrag zurück um Chancen für eine transnationale Bewerbung zu wahren

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Sharing Heritage - Europäisches Kulturerbejahr 2018

Das von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Europäische Kulturerbejahr möchte zu einer Auseinandersetzung der Bürger Europas mit ihrer Kultur beitragen. Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg beteiligt sich mit zwei Projekten.


 
 
 
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