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26.11.2019

Jüdische Migrationswege zwischen Polen, der Sowjetunion und Deutschland (1939 – 1948)

Vortragsreihe und Gesprächsabend: Wie weiter? Jüdische Migrationserfahrungen nach 1945 (12.11.19-30.01.2020)

Uhrzeit: 18.30 Uhr
Ort: Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ), Seminarraum im 2. OG, Beim Schlump 83 (außer 30.01.2020)
Veranstalter: Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Eintritt: frei

Jüdische Migrationen gewinnen in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte zunehmend an Bedeutung. Richtete sich der Blick nach den Ereignissen des 20. Jahrhunderts zuerst einmal auf Vertreibung, Flucht und Exil, so finden sich bis in die Gegenwart auch jüdische Wanderungsbewegungen, die von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft geprägt und beispielsweise durch besondere wirtschaftliche Rahmenbedingungen bestimmt waren. Die verschiedenen Beweggründe für eine Emigration sowie das Aufeinandertreffen divergierender jüdischer Herkünfte und Narrative haben Eingang in das hiesige jüdische Leben nach 1945 gefunden und kennzeichnen bis heute die mitunter kontrovers geführten Debatten um das Selbstverständnis einer jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.

Die Vortragsreihe nimmt diese Beobachtungen zum Anlass, um an fünf Abenden auf der Grundlage neuer Forschungen exemplarisch jüdische Migrationen und deren Folgewirkungen im lokalen Raum vorzustellen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen fragen nach den jeweiligen Formen der Wanderungen sowie den Motiven und Handlungsspielräumen der migrierenden Jüdinnen und Juden und danach, in welcher Weise diese vielfältigen Erfahrungsgeschichten das jüdische Leben in Deutschland von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart prägen.

Termine

  • 26.11.: Jüdische Migrationswege zwischen Polen, der Sowjetunion und Deutschland (1939 – 1948)
    • Vortrag mit Dr. Markus Nesselrodt, Osteuropahistoriker an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder
    • Die Mehrheit der polnisch-jüdischen Überlebenden verbrachte die Zeit des Zweiten Weltkriegs nicht unter deutscher Besatzung, sondern in den unbesetzten Territorien der Sowjetunion. Viele waren vor den vorrückenden Deutschen in Richtung Osten geflohen, andere wurden gegen ihren Willen als sogenannte feindliche Elemente durch die sowjetische Geheimpolizei aus dem eroberten Polen in das Landesinnere Russlands deportiert. Nach dem Krieg kehrten die meisten von ihnen zurück nach Polen, von wo aus sie sich weiter auf den Weg nach Palästina oder Nordamerika machten. Dieser Tausende von Kilometern lange Migrationspfad führte sie für einige Zeit ausgerechnet in die Lager für Displaced Persons im besetzten Deutschland. Der Vortrag möchte anhand biografischer Beispiele die Geschichte dieser Überlebenden erzählen.
  • 07.01.20: Fremdheitserfahrungen im Nachkriegsdeutschland. Jüdisches Leben in Frankfurt am Main
    • Vortrag mit Dr. Tobias Freimüller, Historiker und stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt a. M.
    • Frankfurt am Main galt nach 1945 Vielen als „jüdischste Stadt“ der Bundesrepublik. Im Umfeld des Hauptstützpunktes der amerikanischen Besatzungsmacht entstand ein dichtes Netz jüdischer Organisationen und eine der größten jüdischen Gemeinden Westdeutschlands. Mit der Kontroverse um Rainer Werner Fassbinders Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ und dem „Börneplatzkonflikt“ war Frankfurt aber auch Schauplatz von Auseinandersetzungen, die die wechselseitigen Fremdheitserfahrungen von Juden und Nichtjuden im Nachkriegsdeutschland sichtbar machten. Der Vortrag macht den Versuch, diese besondere lokale jüdische Geschichte von ihren Anfängen bis 1990 nachzuzeichnen.
  • 14.01.: Ausreisen, zurückkehren, bleiben? Jüdische Migrationswege nach Polen und aus Polen, 1944 – 1968
    • Vortrag mit PD Dr. Katrin Steffen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Nordost-Institut Lüneburg an der Universität Hamburg
    • Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Hunderttausende polnische Jüdinnen und Juden, die vor allem in der Sowjetunion überlebt hatten, nach Polen zurück. Der polnische Staat lenkte sie vor allem in die Gebiete, die die deutsche Bevölkerung im Zuge der Westverschiebung Polens hatte verlassen müssen: Niederschlesien und Hinterpommern. In einigen Ortschaften entstanden so Zentren jüdischer Ansiedlung mit religiösem und sozialem Leben. Angesichts des Antisemitismus in Polen, der in innerparteilichen Auseinandersetzungen immer wieder aktiviert wurde und den große Teile der Gesellschaft sanktionierten, emigrierte bis 1968 wiederum die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung aus Polen bzw. wurde vertrieben. Der Vortrag zeichnet diese Migrationswege und ihre politischen Rahmenbedingungen nach und fragt nach den jeweiligen Motivationen der jüdischen Überlebenden, in Polen zu bleiben oder es zu verlassen.
  • 30.01.: Russische Juden in Deutschland – Israelis in Berlin: ein Gesprächsabend über Migration, Exil und Diaspora
    • Es diskutieren Dr. Karen Körber und Dr. Dani Kranz, Anthropologin an der Ben Gurion Universität, Be ér Sheva, Israel; Moderation: Birgit Langhammer, NDR-Info
    • Abweichender Veranstaltungsort: Tschaikowskysaal, Tschaikowskyplatz 2
    • Die Einwanderung von russischsprachigen Juden nach Deutschland nach 1989 ist in der jüngeren deutsch-jüdischen Geschichte wiederholt als Zäsur verstanden worden. Eine jüdische Migration, die vordringlich in der Hoffnung auf ein besseres Leben und ausgerechnet nach Deutschland erfolgte, schien mit der jüdischen Erfahrung des 20. Jahrhunderts von Verfolgung, Flucht und Exil zu brechen. Auf eine ähnliche Weise hat seit Beginn der 2000er Jahre die Migration von Israelis nach Berlin viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und die Frage danach aufgeworfen, was es bedeutet, wenn junge israelische Juden ihr Land verlassen, um in die deutsche Hauptstadt zu gehen. In einem Gespräch über diese jüngsten Kapitel der deutsch-jüdischen Geschichte spricht die NDR-Moderatorin Birgit Langhammer mit zwei Expertinnen über mögliche Gemeinsamkeiten der beiden Migrationen, deren Folgen für das hiesige jüdische Leben und darüber, wie sich das Verständnis der jüdischen Diaspora in der Gegenwart gewandelt hat.

 
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JÜDISCHER FRIEDHOF ALTONA

Der über 400 Jahre alte jüdische Friedhof Altona ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Stadt. Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg hat das Besucherzentrum erbaut und ermöglicht regelmäßige Öffnungszeiten und Führungen durch qualifizierte Guides.

Geschlossen bei Sturm, Eis u. Schnee sowie bei gesetzlichen und jüdischen Feiertagen und in den Winterferien

 


 
 

GÄNGEVIERTEL

Der Bäckerbreitergang ist der einzig erhaltene Teil des berühmten Hamburger Gängeviertels und zugleich Sitz der Stiftung. Die denkmalgeschützten Wohnhäuser aus dem 18./19. Jh. und das Kopfgebäude Dragonerstall 9-13 sind Eigentum der Stiftung, die die Häuser restauriert und als preisgünstigen innerstädtischen Wohnraum erhält.

 
 

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